ORF "Thema": Tierquälerei - Warum beginnt Gewalt oft bei Tieren?

Im Fall des getöteten Katers „Schmotzer“ forderte die Österreichische Tierärztekammer (ÖTK) vor Kurzem eine Prüfung des rechtskräftigen Urteils. ÖTK-Präsident Mag. Kurt Frühwirth führte dazu mit ORF-Redakteurin Laura Mlakar ein Interview (ab Minute 19:06) und meinte: "Es stellt sich die Frage, wie das Gericht den Begriff der ,unnötigen Qualen' beurteilt hat. Denn es ist davon auszugehen, dass das Tier, das auf der Videoaufnahme Reflexaktivität gezeigt hat, in dem Moment auch Schmerzen erlitten hat." Dieser Punkt sei zu hinterfragen und neu aufzurollen. 

Der Tierärztekammer gehe es primär um die Signalwirkung, die der Freispruch nach dem gewaltvollen Tod von Kater “Schmotzer” in der Gesellschaft hinterlassen hat. Es ginge nicht zwingend um höhere Strafen sondern es müsse auch andere Möglichkeiten geben ein Strafausmaß in qualitativer Form zu definieren. Richter*innen sollen die Möglichkeit bekommen Therapien oder andere Maßnahmen zu setzen, um Täter*innen zu begleiten und zu betreuen. 

Denn Tierquälerei kann ein Warnzeichen für spätere Gewalttaten sein. Dies bestätigt auch die klinische Psychologin Dr. Birgit U. Stetina, die zu Mensch-Tier-Beziehungen forscht: "Für viele Straftäter hat die Gewalt bei Tieren angefangen" (siehe Interview ab Minute 21:21) . 

 ORF “Thema” - "Tierquälerei: Warum beginnt Gewalt oft bei Tieren?", 21.09.2026 (ab Minute 15:21)

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