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Tierärztin mit Kind

Nach wie vor zählt der Beruf der Tierärztin zum Traumberuf vieler junger Mädchen. Fast 80% der derzeitigen Studenten der Veterinärmedizin sind weiblich. Im späteren Berufsleben ist es jedoch oft schwierig die Ausübung dieses Berufes und die Familiengründung und -versorgung zu vereinbaren.


Frauenbeauftragte

Das Thema Frauen im tierärztlichen Beruf ist aktueller denn je und die Lage für viele Betroffene angespannt. Um das Bewusstsein rund um dieses Thema sowohl im Berufsstand als auch in der Öffentlichkeit zu stärken, hat der Vorstand der Österreichischen Tierärztekammer die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Frauen zur Frauenbeauftragten ernannt.

Die Frauenbeauftragte und 2. Vizepräsidentin Dr. Andrea Wüstenhagen gewährleistet die proaktive Auseinandersetzung mit der komplexen Thematik und stellt die Vermittlungsstelle
zwischen Anfragen und Beratung durch das Kammeramt dar.

Ziel ist es, den Tierärztinnen und Tierärzten möglichst umfassende Informationen und Unterstützung zu den folgenden Themen zukommen zu lassen:

  • Spannungsfeld Familie und Beruf
  • Tierärztin mit Kind
  • Das Berufsbild der Tierärztin
  • Möglichkeiten der Praxisvertretung
  • Möglichkeiten der Kinderbetreuung bei Fort- und Weiterbildungen
  • Übersicht zu aktuellen Versicherungsmöglichkeiten für Tierärztinnen
  • Probleme von angestellten Tierärztinnen
  • Förderung von tierärztlichen Kooperationen

INFO-BROSCHÜRE

In der Broschüre "Tierärztin und Kind" finden Sie hilfreiche Informationen zu den Themen Karenz, Kinderbetreuungsgeld, Familienbeihilfe uvm.


Unter dem Link des Bundesministeriums für Familien und Jugend erhalten Sie Informationen zu Kinderbetreuungsangeboten in ganz Österreich.

Kinderbetreuung: Bundesministerium für Familien und Jugend


Versicherungsleistungen bei Schwangerschaft im Überblick

Die Arbeitsgruppe Frauen hat sich zum Ziel gesetzt, Tierärztinnen im Berufsleben zu unterstützen und möglichst breitgefächert Informationen anzubieten, die im Praxisalltag hilfreich sein können.

Dazu gehört auch das Wissen um die passende Krankenversicherung. Die AG Frauen hat daher einen Überblick zu den Versicherungsleistungen der Krankenversicherungen erstellt und dabei die Situation von angestellten und selbständig tätigen Tierärztinnen verglichen. Der Fokus lag speziell auf dem Zeitraum rund um die Geburt eines Kindes.

Die angestellte Tierärztin mit einem Verdienst über der Geringfügigkeitsgrenze ist in der ASVG krankenversichert und kann bei vorzeitigem Mutterschutz Wochengeld beantragen. Unselbständige, welche nur geringfügig beschäftigt sind, können sich in der ASVG selbstversichern mit Anspruch auf Wochengeld bei vorzeitigem Mutterschutz. Bei Mitversicherung beim Partner besteht kein Anspruch auf Wochengeld.

Eine Tierärztin, die selbständig und angestellt tätig ist, hat Anspruch auf das Wochengeld der GKK und zusätzlich auf Wochenhilfe oder eine Betriebshilfe über die SVA.

Die selbständige Tierärztin hat aufgrund des Opting out die Wahl zwischen einer Krankenversicherung in der SVA nach dem GSVG, einer Selbstversicherung in der ASVG oder der Gruppenkrankenversicherung der Wiener Städtischen Versicherung. Die SVA zahlt Wochengeld oder eine Betriebshilfe in der Zeit des Mutterschutzes. Bei Gebietskrankenkasse (ASVG)  sowie bei der Gruppenkrankenver-sicherung der Wiener Städtischen werden keine separaten Geldleistungen ausbezahlt.

Generell gilt zu beachten, dass bei Erstversicherung bei Praxisgründung in der Gruppenkrankenversicherung der Wiener Städtischen und späterer Anmeldung eines Gewerbes neben der Praxis (z.B. Futtermittelhandel, Onlineshop) auch eine Versicherung in der SVA nach dem GSVG fällig wird. Hier besteht die Gefahr der kostenintensiveren Doppelversicherung!

Bei Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen ist außerdem zu erwähnen, dass bei Versicherung in der ASVG kein Selbstbehalt eingehoben wird, bei Versicherung in der SVA oder der Gruppenkrankenversicherung der Wiener Städtischen mit ca 20 % Selbstbehalt bei ambulanten Leistungen zu rechnen ist.

Welches Modell der Krankenversicherung für die jeweilige Tierärztin das Beste ist, gilt es individuell zu prüfen. Die Entscheidung sollte aber nicht nur aufgrund der zu leistenden monatlichen Beiträge gefällt werden.

Weitere Informationen sowie die passende Beratung dazu erhalten sie gerne im Kammeramt.
Aus der Arbeitsgruppe Frauen
Von Dr. Andrea Wüstenhagen

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