Zum Inhalt

Hausapotheke

Tierärztliche Hausapotheke

Apothekenbetriebsordnung (ABO)
Hausapothekenqualifikationsverordnung (HAPOQualVO 2013)
Antibiotikamengenströmeverordnung (2014)
Suchtgiftverordnung (SV)
Suchtgifte in der Tierärztlichen Hausapotheke (Merkblatt Februar 2014)
Pharmakovigilanzverordnung
RezeptpflichtGesetz
RezeptpflichtVerordnung

Die elektronische Hausapotheke

Ab 1.1.2019 gelten die elektronischen Aufzeichnungspflichten für tierärztliche Hausapotheken (HAPO) gemäß § 60a Apothekenbetriebsordnung 2005 – ABO 2005. Ab diesem Zeitpunkt müssen gewisse Daten mittels elektronischer Datenverarbeitung geführt werden. Im Folgenden ein kurzer Überblick über die zu führenden Aufzeichnungen:
•    Bezug aller Arzneimittel und magistralen Zubereitungen (§ 60a Abs 1 ABO 2005)
•    Anfertigungen von homöopathischen Arzneimitteln durch Tierärzte mit HAPO bzw. über das 
      Gebrauchsfertigmachen zugelassener Arzneispezialitäten (§ 60 Abs.3 und 4 ABO 2005)
•    Abgabe von Antibiotika (§ 60a Abs 3 ABO 2005)
•    Abgabe der übrigen Arzneimittel, die nach dem TAKG abgegeben werden (Ausnahme Abgabe an
      Heimtiere) sowie für magistrale Zubereitungen (§ 60a Abs. 4 ABO 2005)

Merkblatt "Elektronische Hausapotheke"

Arzneimittel

Antrag auf Erteilung einer Einfuhrbewilligung

Gutachten

Gutachten zur Überprüfung des tierärztlichen Dispensierrechtes (Oktober 2014)
Im Auftrag des Deutschen Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft


Hausapothekenzusatzqualifikation

Mit Inkrafttreten des neuen TÄKamG (08/2012) haben sich die Voraussetzungen zur Führung einer tierärztlichen Hausapotheke geändert. Durch die Einführung der Zusatzqualifikation für die Führung einer Hausapotheke soll die Praxisnähe der Ausbildung am Tierarzneimittelsektor gefördert werden, ohne die Berufsausübungsbefugnis dem Grunde nach zu beeinträchtigen. Es ist wünschenswert, dass junge Tierärztinnen und Tierärzte vor Eröffnung einer eigenen tierärztlichen Praxis auch hinsichtlich der Führung einer tierärztlichen Hausapotheke, die staatlichen Auflagen unterliegt, eine Prüfung absolvieren. Die positive Ablegung der Prüfung zur Hausapothekenqualifikation bedeutet die Legitimation zur Führung einer tierärztlichen HAPO.

Die Voraussetzung zum Antreten zur kommissionellen Prüfung ist eine Weiterbildungsverpflichtung im Ausmaß von 20 Stunden.

Besonderer Wert ist dabei auf die Kenntnis der rechtlichen Bestimmungen hinsichtlich Tierarzneimitteln und Tierarzneimitteleinsatz (Arzneimittelgesetz, Tierarzneimittelkontrollgesetz, Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz und Futtermittelgesetz etc.) zu legen. 

Für weitere Fragen steht Ihnen die Österreichische Tierärztekammer, Frau Doris Seymann, gerne zur Verfügung.

Rechtliche Grundlagen:

Hausapothekenqualifikationsverordnung (HAPOQualVO)

Tierärztegesetz:
§ 14j. (1) Für die Berechtigung zur Führung einer Hausapotheke (§ 13) haben Tierärzte eine Zusatzqualifikation durch eine Weiterbildung auf dem Gebiet der Arzneimittelanwendung zu erwerben. Der Erfolg dieser Weiterbildung ist durch eine Prüfung nachzuweisen.

(2) Die Weiterbildung hat jedenfalls folgende Gebiete zu umfassen:
1. Tierarzneimittelrecht unter besonderer Berücksichtigung der Lebensmittelsicherheit und des Umweltschutzes
2. Apothekenrecht
3. weitere von der Delegiertenversammlung der Kammer festzulegende praxisrelevante und für die Arzneimittelanwendung an Tieren relevante Gebiete

Tierärztekammergesetz:
§ 14k. (1) Wird eine mindestens 20-stündige Weiterbildung im Sinne des § 14j nachgewiesen, besteht das Recht, zu einer Prüfung über diese Weiterbildung vor einer Kommission bei der Kammer anzutreten, in der die Kenntnisse in den in § 14j Abs. 2 genannten Gebieten nachzuweisen sind. Nähere Bestimmungen über Inhalt und Umfang der Prüfung sind durch Verordnung der Delegiertenversammlung festzulegen.