H5N1: Fachleute sind gefragt
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Bemerkenswert ist der diletantische Umgang – Aufnahme eines klinisch gesunden Wildtieres ins Tierheim - mit dem H5N1-Risiko in einem Grazer Tierheim führte zur Keulung des Geflügelbestandes und zur Verbringung der in unmittelbaren Kontakt stehenden Tierheimkatzen in eine Quarantänestation. Bemerkenswert deshalb, weil das Tierschutzgesetz das Halten von Wildtieren prinzipiell verbietet.
Das in der Zwischenzeit gesperrte Tierheim, in dem der Seuchendruck nicht beherrschbar war, gefährdet auch in letzter Konsequenz die heimischen Geflügelbetriebe. Denn unter Wasservögeln ist das H5N1-Virus offenbar weit verbreitet, erkranken aber selten daran, erweist sich aber als Risiko für landwirtschaftliche Geflügelbestände.
Viele Katzenbesitzer wollen nun ihre Katzen aussetzen oder gar euthanasieren. Das ist nicht der Tierschutz, wie er von Tierärzten verstanden wird.
Die Tierärzte haben rasch reagiert und bieten einen in Zusammenarbeit mit der AGES entwickelten Influenza-Viren-Test für Katzen an. Der Tierarzt stellt den Gesundheitszustand der Katze fest und kann innerhalb kürzester Zeit mit diesem Test dem Katzenbesitzer Sicherheit über den Infektionszustand seines Lieblings geben.
Tierärzte in der Steiermark fordern daher erneut, Tierheime in kleinen Einheiten und dezentralisiert zu errichten und unter kompetente, professionelle, veterinärmedizinisch Leitung zu stellen, wie es das Österreichische Tierschutzgesetz fordert. Förderungen durch die öffentliche Hand sind unbedingt an die restlose Erfüllung amtstierärztlicher Auflagen zu binden.
Sollten Sorgen um die Gesundheit eines Haustieres auftreten, wendet man sich am besten an einen Tierarzt.
Zur speziellen regionalen Seuchenproblematik gibt der Präsident der steirischen Tierärzte
Dr. Franz Krispel (TEL 0316 821176) gerne Auskunft.






